***** Nach einigen „mageren“ Jahren fand Elton John mit seinem 83er Album „Too Low For Zero“ wieder Anschluß an seine erfolgreiche Zeit der Jahre 1971 bis 1976. Grund dafür war, daß er seine Lieder wieder ausschließlich mit dem Texter Bernie Taupin zusammenarbeitete, eine Verbindung, die in der besagten Zeit ohne Übertreibung Musikgeschichte geschrieben hatte. Der Erfolg von „Too Low To Zero“ und den beiden Tophits „I Guess That Why They Call It The Blues“ und „I’m Still Standing“ steht für sich. Das 1984 erschienene Werk „Breaking Hearts“ war Elton Johns 21. Album seit 1969 (19 Studio- und 2 Livealben) und enthält einmal mehr ausschließlich Kompositionen von Elton und Bernie (lediglich bei „Passengers“ agierte zusätzlich Eltons Gitarrist Davey Johnstone als Co-Autor). Die insgesamt 12 Stücke bieten genau das, was man von Elton John erwarten kann, eine Mischung aus rockigen Pop und zum Teil hinreißenden Balladen. Einen Ausfall gibt es nicht, aber auch nichts neues vom Meister. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn das Album bietet beste Unterhaltung. Neben den drei Singlehits „Sad Songs (Say So Much)“, dem hinreißenden „Passengers“ und „Who Wears These Shoes?“ und „In Neon“ sind besonders „Breaking Hearts (Ain’t What It Used To Be)“ und „Burning Buildings“ sehr schön. Die restlichen Stücke „Restless“, „Slow Down Feorgie (She’s Poison)“, „Li’l Frigerator“ und „Did He Shoot Her?“ sind sehr solide Stücke, mit denen man sich nach mehrmaligen Anhören durchaus anfreunden kann. Alles in allen ist „Breaking Hearts“ eine grundsolide Angelegenheit, die einen zwar nicht unbedingt vom Hocker reißt, die aber überzeugt. Wenn man einmal bedenkt, daß Elton Johns kreativste und erfolgreichste Phase zu diesem Zeitpunkt schon fast ein Jahrzehnt zurücklag, dann erscheint das Album in einem anderen Licht. Denn welcher Popstar war/ist schon in der Lage, auch fast 10 Jahre nach seiner besten Zeit ein Album von derartiger Qualität abzuliefern? |