***** Eins vorweg: Dies ist keine Platte von Pearl Jam. Alle Songs sind von Neil Young geschrieben, Eddie Vedder kommt auf dem Album so gut wie nicht vor. Bleibt also die Frage, was Pearl Jam überhaupt anderes haben einbringen können als Youngs Abonnementmusiker von Crazy Horse. Grunge bleibt es ja ohnehin, nur das es (Forever-)Youngs Enkelkinder sind, die hier in einer viertägigen Jamsession Großväterliches begleiteten. Eins steht fest, Pearl Jam haben in ihrem Leib- und Magenstudio in Seattle das Tempo hochgeschraubt, keine Unplugged-Sounds zugelassen (abgesehen von einer höchst ungewöhnlichen Drehorgel) und Youngs Gesang gehörig untergemischt. Zuweilen leuchtet mal ein flüssiges Gitarrensolo von Mike McCready neben Youngs Gestümpere auf, manchmal klingen die Drums von Jack Irons etwas präsenter als gewohnt, aber das war's auch schon. Kein schlechtes Album, Neil - aber es gab auch schon Besseres von Dir. |