****** Mit ihrem Ende 1978 erschienenen Debütalbum „Outlands d’amour“ hatten The Police innerhalb der noch jungen New Wave-Szene Maßstäbe gesetzt. Mit ihrer aufregenden und eigenwilligen Musik gelang ihnen sofort der große Durchbruch. Wenn man sich einmal die musikalische Vergangenheit von Andy Summers (er war bereits seit den 60er Jahren im Geschäft und hatte u.a. in den Begleitbands von Alexis Korner und Zoot Money sowie jeweils einige Monate bei Soft Machine und Eric Burdon & The Animals gespielt) und Stewart Copeland (er war Anfang der 70er u.a. bei Curved Air) betrachtet, dann kann man eher zum Schluß kommen, The Police waren eher musikalische Trittbrettfahrer, die im Kielwasser einer musikalischen Welle absahnen wollten. Das dies aber nicht der Fall war, lag in erster Linie am Bassisten und Sänger Gordon „Sting“ Sumner, dem einzig „unbeschriebenen“ Blatt bei Police. Vom Aussehen her paßte er optimal in die New Wave-Szene und nebenbei war ein Songschreiber der Extraklasse, dem in der gesamten Szene, von einigen Ausnahmen wie Paul Weller oder Bob Geldof mal abgesehen, so leicht keiner das Wasser reichen konnte. Wenn man sich einmal seine exzellenten Kompositionen anhört, dann wundert man sich, warum dieses enorme Talent nicht schon einige Jahre früher entdeckt worden ist. Ihr Debütalbum stieß bei den internationalen Musikkritikern auf offene Ohren und wurde teilweise frenetisch gefeiert. Obwohl das knapp ein dreiviertel Jahr später veröffentlichte zweite Werk „Regatta de blanc“ um keinen Deut schlechter ist als das Debüt, zeigten sich die Kritiker eher enttäuscht und es hagelte eher mäßige Kritiken. In den elf Stücken auf „Regatta de blanc“ bieten Sting, Andy Summers und Stewart Copeland wieder jene aufregende Mischung aus Rock, Reggae, New Wave und einer Prise Rhythm And Blues, die schon das Debütalbum ausgezeichnet hat. Das Album enthält vier absolute Killernummern, und zwar die beiden englischen Nummer 1 Hits „Message In A Bottle“ und „Walking On The Moon“ sowie „Bring On The Night“ und „The Bed’s Too Big Without You“. Hier zeichnet sich Sting nicht nur als Songschreiber der Extraklasse aus, sondern verschafft den Stücken mit seiner unverwechselbaren Stimme ein unverwechselbares, fast magisches Flair (So manch andere Topgruppe wäre froh, hätte sie nur ein Stück dieser Klasse in ihrem Gesamtwerk). Die restlichen Stücke („Regatta de blanc“, „It’s Alright For You“, Deathwish“, On Any Other Way“, „Contact“, „Does Everybody Stare“ und „No Time This Time“) sind ebenfalls recht gut, verblassen aber gegen die vier herausragenden Nummern. Überhaupt muß man feststellen, das The Police dann wirklich klasse waren, wenn sie Nummern aus der Feder von Sting spielten. Die wenigen Kompositionen von Stewart und Andy sind zwar auch nicht übel, aber im Vergleich mit denen von Sting kann man sie getrost vergessen, wirken sie nicht weiter wie Füllmaterial. Während die meisten New Wave Band eine rein britische Angelegenheit blieben (mal abgesehen von den Boomtown Rats), konnten The Police nach und nach auch ein internationales Publikum erobern. Die Grundlage dafür war „Regatta de blanc“ und die beiden Singlehits „Message In A Bottle“ und „Walking On The Moon“, die The Police zur Jahreswende 1979/80 international bekannt machten. Wer ein aufregendes Stück Rockmusik der endenden 70er Jahre besitzen möchte, der kommt an „Regatta de blanc“ nicht vorbei. Last edited: 05.01.2008 16:26 |